Was die Dusche mit Erfolg im Büro zu tun hat...

Nein, es geht mir nicht darum, dass es vorteilhaft für Ihre Karriere ist, wohl riechend im Büro aufzutauchen. Es geht mir darum, was Sie unter der Dusche machen. Ok, ich merke das Bild ist auch noch nicht ganz richtig (und jetzt muss ich zugegebenermaßen schmunzeln). Nein es geht mir um die Gedanken, die Ihnen durch den Kopf gehen, die Ideen, die plötzlich aus dem Nichts kommen und mit dem Wasser fliessen. Kennen Sie das, dass beim Duschen plötzlich die besten Ideen entstehen? Nur zu dumm, dass man im Büro nicht mal eben duschen gehen kann, um gute Ideen für Frage- oder Problemstellungen zu entwickeln.

Aber das Prinzip ist interessant. In der Dusche denken Sie eigentlich gar nicht aktiv über die zu lösenden Themen nach. Und die Ideen kommen trotzdem. So funktioniert es auch bei Lego. Ja Sie lesen richtig, LEGO. LEGO ist nicht nur etwas für das Kinderzimmer (wenn es danach ginge ist mein Büro ein Spielzimmer). Lego ist ein Medium zu Kommunikation und Problemlösung. Hätten Sie nicht gedacht? Ich früher auch nicht. Aber ich kann Ihnen sagen, die Erfahrung hat mich anderes gelehrt. Wenn Sie mit LEGO-Steinen arbeiten, dann passiert das gleiche, wie unter Dusche. Sie denken nicht über das eigentliche Thema nach, Ihre Hände bauen einfach und sie bauen immer richtig und die Geschichten, die gebaut werden führen zu ganz erstaunlichen Ergebnissen, die die Bauherren und -damen meist in große Verwunderung versetzen. Und es entstehen wirklich Dinge, die vorher gar nicht im Fokus der Diskussion waren. Sie überbrücken Differenzen, Hierarchien und Kulturen und Sie entwickeln Lösungen, die Sie vorher noch nicht haben kommen sehen.

Es ist dieses Aha, dass mich jedes Mal begeistert wenn ich mit meinen Kunden arbeite und LEGO einsetze. Haben Sie Lust bekommen, mit LEGO zu bauen?

Mehr Mitarbeiterbindung durch Bombenentschärfung - Ein 3-Schritte-Plan

Ob in der IT-Branche, der Chemie-Branche oder in anderen technischen Berufen, die Agilität der Mitarbeiter wird oft auch zum Nachteil, denn sie verlassen das Unternehmen und stellen Sie vor ungewollte Herausforderungen, die die Erreichung Ihrer Unternehmensziele in weite Ferne rücken lassen. Wie Sie in nur drei Schritten Ihre klugen Köpfe doch noch halten können, lernen Sie hier.

 

Die Zeiten, in denen Mitarbeiter ein Arbeitsleben lang bei einem Unternehmen tätig sind, sind weitestgehend vorbei. Gleichzeitig ist der Wettbewerb um die besten Fachkräfte schon lange entfacht und die Demografie trägt ihr übriges dazu bei, dass Unternehmen mit hohem Bedarf an technisch hervorragend ausgebildeten Fachkräften Schwierigkeiten haben eben die zu gewinnen und vor allem zu halten. Ich komme aus der Chemiebranche und weiß, dass dort solche Kräfte häufig fehlen und händeringend gesucht werden. Gleichzeitig muss immer mehr mit immer weniger Mitarbeitern geleistet werden, fast eine unmögliche und durchaus gefährliche Situation. Die Investition in den Nachwuchs ist in dieser Hinsicht unumgänglich aber es gibt drei klare Schritte, die Ihnen als Unternehmensleiter entscheidend helfen:

 

Schritt 1: Zeitbomben schnell entdecken und entschärfen

 

Der Grund weshalb Mitarbeiter ein Unternehmen verlassen ist meist darin verwurzelt, dass (wie in privaten Beziehungen auch) die persönlichen Interessen nicht hinreichend verwirklicht werden können. Die Entwicklungsperspektive fehlt, die Anerkennung bleibt aus, die Leistung wird falsch eingeschätzt oder die Führungskraft verwendet einen autoritären Führungsstil, der wenig Spielraum für persönliche Gestaltung und Einfluss lässt.

Aus diesen Situationen entwickeln sich über Zeit, wenn sie nicht weiter beachtet werden, Meinungsverschiedenheiten, die sich schnell zu massiven Konflikten auswachsen. Deshalb ist es wichtig, diese tickenden Zeitbomben schnell zu entschärfen. Um das zu erreichen müssen Sie folgendes tun:

  • Beobachten Sie das Verhalten Ihrer Mitarbeiter genau, denn Konflikte entstehen zunächst unterschwellig und sind nicht direkt zu erkennen.
  • Nehmen Sie die Stimmungen, Belastungen und Krankheitsausfälle Ihrer Mitarbeiter ernst. Sie können die ersten Anzeichen sein.
  • Stellen Sie den Konfliktparteien einen neutralen Gesprächsmoderator zur Seite zur schnellen Klärung der Situation.

Schritt 2: Energie umwandeln und Schub nach vorne entwickeln

 

Jeder Konflikt und auch jeder damit verbundene Wechsel von Personal hinterlässt Spuren in Ihren Teams. Kluge Köpfe werden ihre Konsequenzen ziehen und sich nach etwas neuem umsehen. Die Produktivität sinkt in folge dessen.

  • Binden Sie daher Ihre Mitarbeiter aktiv ein in die Gestaltung des Arbeitsumfeldes ein.
  • Lassen Sie sie gemeinsame Regeln und Verhaltensweisen  entwickeln und schärfen Sie ihre Wahrnehmung für die Entstehung von Konflikten.
  • Führen Sie Gespräche, um die wahren Interessen Ihrer Mitarbeiter zu erfahren und berücksichtigen zu können.

 

Schritt 3: Die Rakete für neuen Erfolg zünden

 

Im dritten Schritt ist es nun noch wichtig für nachhaltigen Erfolg Ihre Führungskräfte in der Mitarbeiterführung zu unterstützen, denn sie beeinflussen nicht nur welche Leistung am Ende auf die Straße gebracht wird, sondern auch durch ihr direktes Verhalten wer bleibt. Sie müssen daher die Bombe von der Rakete unterscheiden können und wissen, welcher Treibstoff für die Rakete gebraucht wird und wie die Bombe entschärft werden kann. Die Auswahl und Ausbildung Ihrer Führungspersönlichkeiten sind daher von essentieller Bedeutung.

Stellen Sie daher sicher, dass

  • sie von Anfang an intensiv in ihrer Führungsaufgabe begleitet werden und die Mechanismen der Zusammenarbeit in Ihrem Unternehmen kennen
  • sie die Möglichkeit erhalten, zu reflektieren und gemeinsam mit anderen notwendige Entscheidungen treffen können
  • sie vor allem in die Lage versetzt werden, Konflikte schnell zu erkennen und zu bearbeiten, damit die Bomben nicht explodieren
  • Sie ein langfristig ausgerichtetes Unterstützungsprogramm wählen, mit einem Profi an Ihrer Seite, denn Verhaltensveränderung erfolgt nur durch: üben, reflektieren, üben, reflektieren, üben.

 

Wenn Sie diese drei Schritte befolgen, dann hat das mehrere Vorteile: zum Einen glätten sich die Wogen schnell und der Funke springt nicht auf andere über, die durch Allianzen Bildung mit in den Konflikt rein gezogen werden; zum anderen erkennen Ihre Mitarbeiter, dass Sie respektvoll und wertschätzend und vor allem pro-aktiv mit der Konfliktbewältigung umgehen. Damit ist das Arbeitsumfeld auch in schwierigen Situationen positiv belegt. Jüngste Gallup Untersuchungen haben gezeigt, dass das Arbeitsumfeld bei der Mitarbeiterbindung eine ganz entscheidende Rolle spielt. Gestalten Sie dieses aktiv durch die oben genannten Schritte, binden Sie nicht nur Ihre klugen Köpfe an Ihr Unternehmen, sondern Sie ziehen auch neue an, denn Gutes wie auch Schlechtes spricht sich schnell herum. Gestalten Sie Ihre Zukunft für neuen Erfolg. Probieren Sie es aus.

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Der Coach als dauerhafter Karrierebegleiter - Zeit für Entwicklung

Nun ist das Jahr bereits zwei Monate alt. Die Zeit rennt. Geht Ihnen das auch so? Schnell ist man wieder in der Tretmühle und tut viel doch oft schaffen wir nur wenig. Mir ist in diesem Zusammenhang Anfang des Jahres ein Artikel in der FAZ aufgefallen. "Nicht ohne meinen Coach" lautete der Titel. Es erinnerte mich unweigerlich an das Buch, das ich vor vielen Jahren las "Nicht ohne meine Tochter", nicht nur eine bewegende Familiengeschichte sondern vor allem auch gesellschaftlich augenöffnend. Der Titel in der FAZ holte die mit diesem Buch verbundene Emotion allein mit der Titelwahl wieder ans Licht. 

Und schon entstand ein Bild von einem Mensch, der sein Berufsleben nur meistern will, mit seinem Coach an seiner Seite, also ein Bild mit einer engen Beziehung zwischen Coach und Coachee. Das ist interessant, denn in der Tat entfaltet eine Coach-Coachee-Beziehung nur das ganze Potenzial, wenn absolutes Vertrauen und Zutrauen zwischen beiden besteht, wenn der Coachee sich mit allen Sorgen, Gedanken und Bedenken an seinen Coach wenden kann und das ohne zu befürchten, verurteilt zu werden.

Doch um was ging es eigentlich in diesem Artikel und was hat es mit der rennenden Zeit zu tun?

Der Artikel spricht davon, dass es immer üblicher wird, sich über einen Coach Unterstützung außerhalb des Arbeitgebers zu holen. Warum? Weil viele immer öfter feststellen, dass sie dadurch wertvolle neue Impulse erhalten. Impulse, neue Ideen, Einsichten, Eingebungen, neue Blickwinkel. Darum geht es doch. Wir möchten uns weiter entwickeln und wir möchten erfolgreich sein und Wertschätzung erfahren.

Wenn ich diesen Artikel lese denke ich oft an meine Eltern. Mein Vater ein erfolgreicher Landes-CEO eines familiengeführten Konzerns, meine Mutter erfolgreiche Familienmanagerin. Oft hat meine Mutter mir erzählt, dass mein Vater wenig aus seiner Bürowelt zu Hause erzählte. Wir glaubten, dass es nicht "seine Art" war. Doch inzwischen bin ich überzeugt, dass es ein anderer Grund war. Ich bin inzwischen selbst in der Situation, spätestens seit ich mich selbständig gemacht habe, dass ich anstehende Entscheidungen, Herausforderungen oder Schwierigkeiten nicht mit meinem Mann diskutiere, sondern mit Außenstehenden, mit Menschen, die nicht emotional involviert sind, die sozusagen einen klareren Blick auf die Themen haben.

Das hilft ungemein und da sehe ich den absoluten Mehrwert eines Coachs. Wir brauchen Menschen an unserer Seite, denen wir vertrauen können und die gleichzeitig emotional distanziert sind, also keine persönlich verbundenen Sorgen einbringen, die Entscheidungen vernebeln können. Viel wichtiger noch ist aber, dass wir in der schnelllebigen Zeit und bei der zunehmenden Geschwindigkeit durch die Digitalisierung in die eigene Zeit und die eigene Entwicklung investieren. Sich Zeit zu nehmen, über sich selbst zu reflektieren, neue Handlungsoptionen zu entwickeln und vielfältige Möglichkeiten zu entdecken, das lässt uns wachsen. Das bringt uns vorwärts. 

Haben Sie das Gefühl, stehen zu bleiben, nicht so weiter zu kommen, wie Sie sich das vorstellen? Investieren Sie in sich, nehmen Sie sich Zeit für Ihre persönliche Entwicklung. Stiften Sie sich Zufriedenheit und Genugtuung. Das gibt Ihnen Elan und Motivation, ganz neue Perspektiven einzunehmen, klare Ziele zu stecken und zu verfolgen. Sie haben alle Möglichkeiten in der Hand. Um „Nike“ zu zitieren: Just Do It!


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Personal Branding für Führungskräfte

Als Führungskraft ist man ja mit vielen Herausforderungen beschäftigt, nicht nur fachlicher und inhaltlicher Natur, sondern auch oft mit zwischenmenschlichen Themen im Team oder in der gesamten Organisation. Wann nimmt man sich da die Zeit, sich einmal selbst zu begegnen. Einmal im Jahr ein Performance Gespräch zu führen reicht dafür nicht aus.

So habe ich kürzlich mal wieder eine Abfrage unter Kollegen, Freunden und Kunden gemacht und wollte wissen, wie sie mich beschreiben würden, was mich ausmacht. Die verschiedenen Blickwinkel und Perspektiven sind eine echte Bereicherung. So habe ich nun ein sehr aktuelles und umfassendes Bild davon, wie ich von meiner Außenwelt wahrgenommen werde. Das ermöglicht mir nun, darüber nachzudenken, ob sich dieses Bild damit deckt, was ich nach außen darstellen möchte. Gerade als Führungskraft und auch als Unternehmer, muss man sich diese Frage immer wieder stellen. Dabei ist für mich besonders wichtig, mich weiter zu entwickeln und dabei authentisch zu bleiben.

 

Feedback ist wertvoll, für unsere eigene Entwicklung unabdingbar, und der Brunnen für Inspiration und Ideen, wenn wir es zulassen.  können unser Profil schärfen, entdecken Fähigkeiten und Fertigkeiten, die wir sehr gut können und andere, die wir noch weiter entwickeln wollen. 

Für mich war beispielsweise eine wichtige Erkenntnis in meiner diesjährigen Umfrage, dass ich als vertrauensvoll und nahbar wahrgenommen werde, eine Eigenschaft, die für mich als Wirtschaftsmediatorin, Moderatorin und Coach von essentieller Bedeutung ist. Ich freue mich daher, dass ich an dieser Stelle meinem eigenen hohen Anspruch in der Außenwelt gerecht werde. Des Weiteren gab es einen starken Fokus auf Motivation und Engagement in meiner Arbeit. Ich ziehe viel Kraft daraus, denn so weiß ich, dass meine Arbeit und mein persönlicher Einsatz auf Augenhöhe gewertschätzt wird.

Dies sind nur zwei Beispiele, es gibt noch viele mehr. So kann ich mich nun als Führungskraft und Unternehmer klar positionieren, meine Stärken betonen und Blinde Flecken bearbeiten und versuchen aufzulösen. Das Feedback wird mir immer wieder helfen, mich zu verorten. Ich kann meine eigene "Marke" entwickeln mit einem "Produktversprechen". Damit kreiere ich nicht nur einen guten ersten Eindruck, sondern nachhaltig positive Wirkung.

 

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Wirtschaftsmediation - Keine Methode sondern Strategie

Das Jahr neigt sich nun unaufhaltsam dem Ende zu und so nutze ich die Zeit, einmal über das Thema Wirtschaftsmediation zu reflektieren. Es ist doch immer wieder erstaunlich, fällt mir dabei auf,  wie schwer verdaulich das Thema immer noch ist. Viele Diskussionen, dich ich dieses Jahr geführt habe, drehten sich um Konflikte, teilweise sogar schon recht massive Konflikte am Arbeitsplatz oder aber in der Familie. Wenn ich dann insbesondere bei den arbeitsplatzbezogenen Fällen nachfragte, ob die Beteiligten schon einmal über die Durchführung einer Mediation nachgedacht haben, schaue ich in zunächst verdutzte Gesichter bis dann 

schnell und sehr eindeutig die Aussage "mit dem kann man doch sowieso nicht reden" fällt. Wer sich ein wenig mit Mediation im Allgemeinen und mit Wirtschaftsmediation im Speziellen auseinander gesetzt hat, der ahnt hier sicherlich, dass die Beteiligten schon so tief im Konflikt stehen und den Glaslschen Tunnelblick haben, dass freiwillig eine solche Option gar nicht in Betracht gezogen wird.

Doch woran liegt das nun. Ist es der unbedingte Wille, zu gewinnen oder besser, den anderen verlieren zu sehen? Ist es der Wunsch, den Anderen zu vernichten (zumindest bildlich gesprochen)? Oder ist es die Scheu, sich mit dem Anderen an einen Tisch setzen zu müssen, obwohl sich dadurch deutlich bessere und selbstbestimmtere Lösungen erreichen lassen?

Die Diskussionen lassen keinen eindeutigen Schluss zu, außer, dass klar ist, dass der Konflikt selbst die Beteiligten schon daran hindert, klar und reflektiert über diese Option (die schneller, effektiver und vertraulicher ist als jeder Gang vor Gericht) überhaupt nachzudenken.

Umso mehr wird deutlich, dass Wirtschaftsmediation nicht einfach nur eine Methode ist, sondern eine Auffassung, eine Strategie. Entscheide ich mich, die Wirtschaftsmediation als ersten Schritt zur Konfliktlösung im Unternehmen zu etablieren dann demonstriere ich damit eine klare Haltung zum respektvollen Umgang miteinander, zur offenen Aussprache und zum vertrauensvollen Umgang mit Ressourcen (Mitarbeiter wie auch Kapital und Zeit). Damit hebt sich jedes Unternehmen ab, demonstriert klare Handlungsgrundsätze, Vertrauen und Rückhalt gleichermaßen. Das Betriebsklima erfährt positiven Einfluss, die Mitarbeiter sind motiviert und können trotz Konflikten schnell zur Produktivität zurück finden.

Diejenigen, die eine Wirtschaftsmediation durchlaufen haben, verstehen zudem, dass es oft kleine Dinge sind, mit denen es anfängt, vermeidbare Dinge, Missverständnisse und mangelndes Zuhören.

Als guter Vorsatz für das neue Jahr lege ich Ihnen daher wärmstens ans Herz, den Einsatz der Wirtschaftsmediation in Betracht zu ziehen bevor Sie rechtliche Schritte ergreifen. Es gibt auch gute Möglichkeiten, Mediation als Standardklausel in Arbeits-, Gesellschafter-, oder Dienstleistungs- und Kaufverträge aufzunehmen und so bereits präventiv auf die Wirtschaftsmediation zu bauen.

Wäre das nicht eine gute Tat für einen erfolgreichen Start in das neue Jahr?

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